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Trinkgeld: Starbucks-Franchise muss 100 Millionen Dollar auszahlen

Starbucks-Franchise

24.03.08
Die Kaffeehaus-Kette Starbucks soll mehr als 100 Mio. Dollar aus Trinkgeld-Erlösen an ihre Angestellten auszahlen. Wie eine Richterin in San Diego entschied, ist die Einbeziehung des leitenden Personals in die Trinkgeld-Verteilung unrechtmäßig. Patricia Cowett gab der Klage einer Angestellten aus dem Jahr 2004 statt, die sich gegen die Beteiligung des Aufsichtspersonals an den Trinkgeld-Einnahmen gewehrt hatte. Die Entscheidung gilt für den US-Bundesstaat Kalifornien.Starbucks kündigte Berufung gegen das "klassenkämpferische" Urteil an. "Wir sind der Auffassung, dass auch unsere Schichtleiter Anspruch auf einen fairen Trinkgeldanteil haben", teilte das Unternehmen in Seattle mit.Das Urteil bezieht sich auf 87 Mio. Dollar (56 Mio. Euro) Trinkgelder, die seit dem Jahr 2000 in Kalifornien eingenommen wurden, samt 19 Mio. Dollar Zinsen. Zu klären bleibt, wie das Geld unter den rund 100 000 Beschäftigten aufgeteilt werden soll, die in dieser Zeit für das Unternehmen tätig waren. Die Kläger hatten ausgeführt, mit der Einbeziehung des Aufsichtspersonals in die Trinkgeld-Auszahlungen würden die Arbeitskosten durch die untersten Einkommensgruppen "subventioniert".Ob und inwiefern das Urteil auch Auswirkungen auf Deutschland hat, war gestern nicht zu erfahren. Hierzulande ist die Kaffeehauskette seit 2002 aktiv. Zum Jahreswechsel hatte sie etwa 110 Geschäfte mit rund 1500 Mitarbeitern. In Berlin sind es mittlerweile 22 Filialen. Weltweit gibt es rund 14 000 Läden. In nur einem Jahr hat die Kette 2571 Geschäfte eröffnet.

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