 10.10.08
Österreich entwickelt sich auch im Bereich Franchising immer mehr zu einer wichtigen Drehscheibe in Europa. Das internationale Consultingunternehmen SYNCON mit Sitz in Salzburg und München verzeichnet einen deutlichen Anstieg an Aufträgen: Österreichische Firmen expandieren im Franchise-System über die Grenzen, ausländische Firmen nutzen das Alpenland als Sprungbrett nach Osteuropa.
'Im harten internationalen Wettbewerb wird der Einfluss auf die Distribution immer wichtiger. Unter diesem Aspekt ist Franchising besonders vorteilhaft', erklärt Waltraud Martius, Geschäftsführerin von SYNCON. 'Franchising ist ähnlich marktnah, steuerbar und kontrollierbar wie ein Filialsystem - aber ohne dessen Nachteile: hohe Investitionen und Personalkosten.'
Vapiano Restaurants: Über Wien nach Rumänien
Kein Wunder also, dass immer mehr Unternehmen bei ihren Expansionsplänen im Ausland an das Modell 'Franchising' denken. Österreich ist dabei für viele Firmen erste Station. 'Für deutsche Unternehmen bietet sich der österreichische Markt allein wegen der Sprache an, für andere sind wir ganz einfach das Tor in den CEE-Raum', so Martius. Ihr Beratungsunternehmen SYNCON hat bereits über 1.200 Franchise-Projekte durchgeführt. Sie ist Marktführer im deutschsprachigen Raum und verfügt über ein dichtes internationales Partnernetzwerk.
Martius nennt das Beispiel Vapiano: Die vor sechs Jahren in Hamburg gegründete Restaurantkette lizenziert kontinuierlich neue Lokale, allein in Deutschland gibt es mittlerweile 20 Standorte. 2006 wurde in Wien das erste Restaurant in Österreich eröffnet. 'Und heuer haben wir Vapiano nach Rumänien gebracht', erklärt Martius. 'In einer rumänischen Holding haben wir den richtigen Partner dafür gefunden.'
Testa Rossa: Von Tirol nach London und Dubai
Auch das in Tirol beheimatete Franchise-System Testa Rossa hat längst den Sprung ins Ausland geschafft. Von der Entwicklung des Franchise-Konzeptes über die Perfektionierung und Aufstellung für die Internationalisierung hat SYNCON hier Beratungs-Know-How eingebracht. Die Berater erarbeiteten eine Strategie für die weltweite Expansion sowie einen Anforderungskatalog an künftige ausländische Partner, für das Führungsteam wurden regelmäßige Coachings organisiert. Heute finden sich Testa Rossa-Cafes unter anderem in England, Ungarn, Zypern, Kanada und Dubai. Auch hier soll Rumänien folgen.
'Kein Zweifel', sagt Waltraud Martius, 'Die europäischen Franchise-Geber rüsten sich weiter für das Wettrennen um internationale Märkte. Und Österreich hat sich erfreulicherweise als einer der wichtigsten strategischen Knotenpunkte etabliert.'
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