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Starbucks-Franchise schrammt an roten Zahlen vorbei |
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Die Finanzkrise verdirbt den Kaffeedurst: Die weltgrößte Kaffeekette Starbucks ist nur knapp an roten Zahlen vorbeigeschrammt. Besonders in Westeuropa stutzt das US-Unternehmen nun seine Ausbaupläne, will aber trotzdem wachsen.
Die Wirtschaftsflaute und Restrukturierungskosten haben den Gewinn der US-Kaffeehauskette Starbucks drastisch einbrechen lassen. Im abgelaufenen Quartal sei der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 97 Prozent auf 5,4 Millionen Dollar zurückgegangen, teilte der Konzern am Montag (Ortszeit) mit. Im Vergleichszeitraum betrug der Gewinn noch 159 Millionen Dollar.
Starbucks will im Rahmen einer Umstrukturierung Filialen schließen. Diese Schließung und der damit verbundene Stellenabbau belasteten im Schlussquartal mit 105,1 Millionen Dollar. Nach einer schnellen Expansion war das Unternehmen massiv auf die Bremse getreten. Im Geschäftsjahr 2009 soll die Zahl der Filialen außerhalb der USA unterm Strich um 700 steigen - zuletzt waren in einer bereits drastisch verringerten Planung noch 900 vorgesehen.
Vor allen in Westeuropa soll der Ausbau weniger schnell vorangehen als bislang geplant. In den USA soll es binnen Jahresfrist sogar 20 Filialen weniger geben. Weltweit betreibt der Konzern fast 16.700 Filialen, davon in den USA zuletzt mehr als 11.000 und in Deutschland etwa 120.
Die Belastung durch die Filialschließungen herausgerechnet, betrug der Gewinn zehn Cent pro Aktie. Analysten hatten im Schnitt mit 13 Cent gerechnet. Für 2009 geht Starbucks ohne Einmaleffekte von einem Gewinn von rund 90 Cent pro Aktie aus. Auch der Umsatz blieb mit einem Plus von drei Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hinter den Markterwartungen zurück.
Starbucks-Chef und Mitgründer des Unternehmens Howard Schultz zeigte sich zuversichtlich, dass sein Unternehmen nach der Umstrukturierung 2009 wieder auf die Erfolgsspur zurückkehrt - trotz eines schwierigen Umfeldes. "Wir scheinen belastbarer zu sein als andere Premium-Marken", sagte er. Starbucks könne den wirtschaftlich stürmischen Zeiten trotzen. Die Starbucks-Aktie gab nachbörslich deutlich nach. Im Tagesverlauf hatte sie zuvor bereits 3,3 Prozent auf 10,20 Dollar nachgegeben. Seit Jahresbeginn büßte der Konzern rund die Hälfte seines Börsenwerts ein.
(kaz/Reuters/dpa, spiegel-online)
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