 25.05.05 - Vor dem Auditorium von 120 Teilnehmern fand am Dienstag im Kölner Dorint Kongress Hotel das diesjährige 3. Deutsche Franchise-Forum des DFI statt. Ein erlauchtes Feld von internationalen Top-Referenten beleuchtete wichtige Details der Franchise-Wirtschaft aus der Sicht der Wissenschaft.
Franchising-network informiert an dieser Stelle über verschiedene Aspekte der Diskussion. Unter anderem nahm Professor Thomas Ehrmann, Professor im Fach Betriebswirtschaft, Leiter des Instituts für Unternehmensgründung und -entwicklung, Direktor Internationales Centrum für Franchising und Cooperationen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Thema Reputationsprobleme des Franchising Stellung.
Ehrmann forderte exakte Hinweise auf Nettoeffekte wie Gewinn, Anzahl der Systeme etc. . Das Selbstbild von Franchisegebern und Fremdbild der Wahrnehmung des Franchising in der Bevölkerung würde weit voneinander abweichen. So werden Franchisenehmer als eingeengt, abhängig, verantwortungsarm und gebunden bezeichnet. Viele Franchise-Systeme haben es nicht geschafft, die versprochenen Sicherheiten zu liefern.
Ehrmann zum Mangel an Vergleichszahlen: „Reputation aufzubauen, ist kostenpflichtig, weil man die positiven Erfahrungen aus der Vergangenheit erst einmal produzieren und dann kommunizieren muss. Die Trennung von „schwarzen Schafen“, die Produktion positiver Umsatz- und Gewinnzahlen, sowie die Herstellung von Zufriedenheit mit den kaufmännischen und marketingbezogenen Unterstützungsleistungen eines Systems, bezogen auf das Verhältnis von Gebühren und Leistungen gehören hier dazu.
Maßnahmen, die sich nur auf die Produktion von Werbebotschaften konzentrieren, wirken abschreckend. Sie produzieren die Verhaltensweisen in amerikanischen Franchisesystemen Ende der 60er und in der deutschen New Economy des Jahres 1999ff und vernichten Reputation. (www.franchising-network.de)
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