18.03.09
Auf der NewCome 2009, die vom 27. bis 28. März auf der Neuen Messe Stuttgart ihre Tore öffnet, stellen sich auch verschiedene Franchisegeber, der Deutsche Franchise Verband e.V. (DFV) und Franchisenehmer mit ihren Erfolgsgeschichten vor. Franchising – die Selbstständigkeit mit dem bestehenden Konzept eines Franchisegebers – ist eine interessante Alternative zur Umsetzung einer eigenen Geschäftsidee und boomt gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Der Deutsche Franchise-Verband, nach eigenen Angaben zentraler Repräsentant der Franchise-Wirtschaft, zählt zurzeit knapp 300 Mitglieder und kennt diese Entwicklung. „Der Deutschen Franchise Verband begleitet alle wichtigen Gründermessen, wie zum Beispiel die NewCome in Stuttgart“, sagt Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des DFV. „Wir beobachten dabei ein starkes Interesse an Existenzgründungen mit Franchise-Modellen wenn sich die Konjunktur eintrübt – unsere Branche entwickelt sich meist gegen den Trend. Darum erwarten wir für 2009 eine erhöhte Nachfrage von Gründungsinteressierten bei unseren Mitgliedsunternehmen.“
Neben dem DFV präsentieren sich unterschiedliche Franchisegeber aus den Bereichen Handel, Dienstleistung und Gastronomie auf der Stuttgarter Existenzgründermesse: Zum Beispiel die Deutsche Telekom, Fredy Fresh Pizza, Hairfree, ladyVit, Mrs. Sporty, Remax, Subway, Town & Country oder Vodafone. Auch im Landeskongress der NewCome wird die Existenzgründung mit einem Franchisegeber vorgestellt. Torben L. Brodersen vom Deutschen Franchise Verband e.V. stellt die Chancen und Erfolgsfaktoren – aber auch die Risiken der Selbstständigkeit mit Franchising in Deutschland vor. Der Beratungsparcours, organisiert von der L-Bank und dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg – ifex, den NewCome-Partnern der Messe Stuttgart, bietet auf der Gründermesse spezielle Beratung zum Thema Franchising. Aber vor allem in den klassischen Existenzgründungsthemen wie Businessplan, Finanzierung, Steuern oder Marketing erhalten die Unternehmer von morgen in Einzelgesprächen individuelle Beratung von Experten. Zudem bietet das Aussteller-Forum, der erstmals stattfindende ifex-Gründertalk und das Forum des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie mit jungen Unternehmern und anderen Spezialisten spannende Best-Practice-Beispiele sowie geballtes Know-How für Gründungsinteressierte und potentielle Franchise-Nehmer.
Die Nutzung etablierter Franchise-Systeme bieten den Franchise-Nehmern einige Vorteile, besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten: Sie greifen auf Unternehmens- und Marketingkonzepte eines Franchise-Gebers zurück, die sich meist schon in der Praxis bewährt haben. Für das geringere unternehmerische Risiko, das bestehende Konzept und die bereits vorhandene Markenbekanntheit bezahlen die Franchise-Nehmer in der Regel einen Einstiegsbetrag und eine monatliche Franchise-Gebühr. Die Auswahl an Franchise-Systemen für potentielle Existenzgründer ist groß – das Spektrum reicht von der kleinen Bäckerei oder dem Dienstleistungsbetrieb bis zur Franchise-Lizenz eines Fortune 500-Unternehmens wie McDonalds.
Nach Angaben des Deutschen Franchise Verbands gab es 2007 in Deutschland 910 verschiedene Franchise-Systeme und rund 55.700 Franchisenehmer. Seit 1997 hat die Zahl der Franchise-Geber um mehr als 50 Prozent zugelegt und die Zahl der Franchise-Betriebe hat sich nahezu verdoppelt. Auch bei den Mitarbeiterzahlen wird deutlich, dass die Franchise-Branche stetig wächst: Von 1997 bis 207 stieg die Zahl der Beschäftigten um knapp 60 Prozent auf 441.000. Der kumulierte Umsatz in den deutschen Franchise-Unternehmen zeigt, dass dieser Wirtschaftszweig längst den Kinderschuhen entwachsen ist: 41,5 Milliarden Euro setzten die Betriebe 2007 um – zehn Jahre davor waren es 15,3 Milliarden Euro.
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