27.01.05 - In Misskredit gerät die Franchise-Szene derzeit durch Meldungen, wie sie heute leider der Tagespresse zu entnehmen waren: In der Opel-Stadt Rüsselsheim wird ein guter Teil der von GM bereitgestellten Dollar-Milliarde (rund 750 Millionen Euro) zur Abfindung nicht mehr benötigter Mitarbeiter landen. Experten warnen die abfindungswilligen Opelaner vor Finanzhaien, die bereits fette Beute wittern. Im Angebot seien unrentable Döner-Buden und andere Kleinbetriebe. Erhebliche Vorleistungen würden angeblich bei Franchising-Verträgen, etwa im Kosmetika-Vertrieb, verlangt. Interessenten müssten sich gegen hohes Entgelt schulen lassen und die Ware auf eigenes Risiko ankaufen. Mittlerweile wird mit immer härteren Bandagen gekämpft, getrickst und getäuscht, wie Armin Domesle vom Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft (RKW) in Eschborn berichtet. Kleinbetriebe, Handwerker und Existenzgründer gehörten zu den bevorzugten Zielgruppen dubioser Berater, die sich unter anderem als Vertreter von Instituten oder Selbsthilfe-Vereinen tarnten. „Der Einstieg läuft generell über das Versprechen von Fördermitteln“, erzählt Domesle. Dazu kämen Versprechen von neuen Geschäftskontakten, gründlicher Betriebs- und Marktanalyse, Businessplänen und ähnlichen Dingen. Die meisten der zugesicherten Dienstleistungen würden aber nur unvollkommen und zu überhöhten Preisen abgeliefert. (franchising-network, dpa, KstA)
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