15.06.05 - Das Unternehmen Mobilcom konzentriert sich auf die Vermarktung von Mobilfunkverträgen für die Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2. Produkte, Dienste und Serviceleistungen werden über als Franchise-System geführte Shopketten und Vertriebspartnerschaften mit qualifizierten Fachhändlern angeboten. Die ausgegliederte Tochtergesellschaft Freenet, an der Mobilcom 50,4 Prozent der Anteile hält, ist im Geschäftsbereich Fetznetz/Internet integriert
Nach dem Krisenjahr 2002 und dem Abschluss der Sanierungen im vergangenen Geschäftsjahr konnte Mobilcom 2004 einen Umsatz von knapp 1,9 Milliarden Euro erwirtschaften. Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen konnte um mehr als das Vierfache auf 94,3 Millionen Euro gesteigert werden. Maßgeblich dazu beitragen hat das Umsatzplus von 5,3 Prozent im Geschäftsbereich Mobilfunk-Serviceprovider, der etwa drei Viertel zum Konzern-Umsatz beiträgt. Der Umsatzrückgang im Festnetz/Internet-Geschäft konnte damit überkompensiert werden. Die Kundenprognose von ursprünglich 4,4 Millionen Kunden zum Geschäftsjahresende 2004 konnte auf 4,56 Millionen Kunden ausgebaut werden. Dazu zählen 2,46 Millionen Vertragskunden und 2,1 Millionen Prepaid-Kunden. Der positive Trend des TecDAX-Unternehmens setzte sich auch im ersten Quartal 2005 fort. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das Konzern-Ergebnis um 66 Prozent auf 28,3 Millionen Euro gestiegen. Das Ergebnis je Aktie lag bei 45 Cent. Seit dem mittelfristigen Tiefstand im August 2004, wo die Aktie bei 9,80 Euro notierte, gab es in den vergangenen Monaten einen deutlichen Kursanstieg. Der Aktienkurs verdoppelte sich annähernd.
Aktuell ist Mobilcom durch die geplante Fusion mit der Internet-Tochter Freenet in den Schlagzeilen. Geplant ist nach Unternehmensangaben die Bildung einer neuen Gesellschaft. Mobilcom erhofft sich dadurch Synergien in den Bereichen IT-Nutzung und Verwaltung. Weiterhin erscheinen steuerliche Vorteile sehr attraktiv. Momentan kann Mobilcom die hohen Verlustvorträge nicht ausnutzen. Die Gewinne von Freenet könnten aber nach einer Verschmelzung verrechnet werden. Mit dem Zusammenschluss der beiden TecDAX-Firmen würde das neue Unternehmen neben der Deutschen Telekom zum einzigen Komplettanbieter im deutschen Telekommunikationsmarkt werden. Der Mobilcom-Vorstandschef Thorsten Grenz zeigt sich optimistisch, dass die Verschmelzung bis Ende August erfolgreich abgeschlossen werden kann. Auch Eckard Spoer, Chef von Freenet, rechnet fest mit einem Zusammenschluss. Für die Zukunft planen die beiden Unternehmen eine Zweimarken-Strategie. Die Mobilcom-Shops werden demnach in Freenet/Mobilcom umgetauft. Grundvoraussetzung für die geplante Fusion ist die Zustimmung der Aktionäre auf den außerordentlichen Hauptversammlungen von Mobilcom und Freenet im August. (www.franchising-network.de, www.stock-world.de)
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