 07.07.05 - Mit rund 700 Filialen und 2.000 Mitarbeitern ist Bijou Brigitte nach eigenen Angaben Marktführer in Europa. Das Handelsunternehmen vertreibt seit 1963 Modeschmuck und Accessoires, die in Asien eingekauft oder nach Entwürfen aus der Zentrale in Hamburg-Poppenbüttel von Partnern produziert werden.
„Das Geschäftsmodell ist so einfach wie erfolgreich“, sagt Matthias Schrade, Analyst bei GSC Research. Den Markteintritt in die USA traut Schrade dem Unternehmen nicht nur aufgrund der Eigenkapitalquote von 76 Prozent im Alleingang zu: „Bijou Brigitte hat schon in Süd- und Osteuropa bewiesen, dass das Geschäftsmodell übertragbar ist.“
Weder Konkurrenz noch Konsumkrise trüben die Geschäfte bei Bijou Brigitte – ganz im Gegenteil. Im ersten Quartal steigerte das seit 1987 börsennotierte Unternehmen den Umsatz erneut um 37 Prozent, flächenbereinigt um 14 Prozent. Das Expansionstempo hat das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von zuletzt 223 Millionen Euro seit 2001 stetig verschärft. In Europa sollen im laufenden Jahr mindestens 100 neue Filialen hinzukommen. „Bijou Brigitte profitiert in Deutschland von Leerständen und niedrigen Mieten. In Südeuropa entfallen häufig die Ablösesummen“, sagt Werner.
Akquisitionen wie 1997, als Bijou Brigitte den Konkurrenten Rubin mit 40 Filialen schluckte, sind laut Werner vorerst nicht geplant. Auch andere Vertriebsformen wie Partnerschaften mit Kaufhäusern und Franchise, Bijou Brigitte hat derzeit nur noch 10 Franchise-Partner, lehnt Werner ab. Um den Warenfluss zwischen Zentrale und Filialen weiter zu verbessern, investiert er dieses und nächstes Jahr sieben Millionen Euro in den Ausbau von Lager und Logistik am Firmensitz. (www.franchising-network.de, HB)
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