28.03.07 - Niklas Tripolt, Geschäftsführer beim Verkaufstrainer VBC mit 29 TrainerInnen und 35 Co-Trainern im Pool, geht hart ins Gericht: "80 Prozent der Verkäufer verstehen zu wenig von ihrem Geschäft." Die Ausbildung sei oft spärlich, Ethik kaum ein Thema, es würden die falschen Köder, ähnlich einer Busfahrt mit anschließendem Wärmedecken-Verkauf, eingesetzt. Kein Wunder also, dass Verkaufen nicht als Traumjob gelte, das Image des Verkaufs eigentlich kein gutes sei. So, meint Tripolt, erkläre sich auch die so oft schamvoll eingesetzte Bezeichnung des Verkaufens: Berater, Channel Manager, Account Manager. "Viel wird genannt, bloß nicht das, was die Leute tun, nämlich verkaufen."
Daraus ergebe sich auch sehr oft der Trainingsbedarf, berichtet Tripolt, der auf seiner Liste und auf der seiner zehn Franchise-Nehmer die klingenden Namen der heimischen Unternehmen führt. VBC, sagt er, werde oft geholt, wenn Geschäftsführer Konjunkturprobleme fühlen und der Verkauf daher in den Fokus rücke. Allerdings, so der gute Verkäufer, sei es der VBC nicht nur 2000 bis 2002 gut gegangen. Auch in Zeiten guter Konjunktur werde der Verkauf im Rahmen der Personalentwicklung Thema – wie eben gegenwärtig. "Da gibt es dann plötzlich Geld in den Personalabteilungen."
Aktuell hat er die VBC Medien AG in Kooperation mit der Dynamic Media eLearning GmbH gegründet. Präsenztraining wird via Medien AG um Lernen und Üben via elektronischer und anderer Medien ergänzt. Blended Learning, glaubt Tripolt, der in der Medien AG als Aufsichtsrat fungiert, sei die Zukunft auch in der Vertriebsschulung. Das ambitionierte Ziel: Marktführerschaft in der Schulung der Salesforces im deutschsprachigen Europa. In Deutschland ist VBC seit rund einem Jahr mit vier Franchisenehmern etabliert. Eigenen Angaben zufolge spreche die Nachfrage für Wachstum.
(der standard.at)
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