10.04.07 - Der umstrittene Discount-Zahnarzt McZahn hat Schwierigkeiten mit dem Aufbau einer Franchise-Kette. Rund ein halbes Jahr nach dem Start sind bundesweit nur zwei Praxen geöffnet, wie die «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» berichtet. Eigentlich wollte Vorstandssprecher Werner Brandenbusch bis 2009 300 Standorte. «Das werden wir in dieser Größenordnung voraussichtlich nicht schaffen», sagte er der Zeitung.
Die McZahn AG, die Patienten Zahnersatz ohne Zuzahlung bietet, hatte im vergangenen September die Genehmigung für die erste Discountpraxis erhalten. Das Unternehmen aus dem niederrheinischen Willich plante den Aufbau einer Franchise-Kette, deren Lizenznehmer voll eingerichtete Praxen erhalten und sich im Gegenzug verpflichten sollen, ausschließlich importierten chinesischen Zahnersatz zu verwenden.
Wie die Zeitung schreibt, mussten die Patienten lange auf den Zahnersatz warten, nachdem ein McZahn-Zahnarzt mit der Zentrale in Streit geraten war: Demnach hielt das Unternehmen die Kronen und Brücken zurück, und die Patienten waren auf Provisorien angewiesen. Danach hätten sich die Chancen McZahns verschlechtert, neue Praxen eröffnen zu dürfen. Für drei Standorte seien die Genehmigungen bereits versagt worden. Selbst bei den Krankenkassen verliere McZahn jetzt den Rückhalt. «So ein Streit darf nicht auf dem Rücken der Kunden ausgetragen werden», sagte ein Sprecher der Deutschen Angestellten-Krankenkasse DAK der Zeitung.
|