06.09.07
Der heimische Franchise-Markt verzeichnet ein starkes Wachstum. Erstmals sind über 100.000 Menschen in Österreich in Franchise-Systemen beschäftigt. Dies geht aus einer aktuellen Statistik des Österreichischen Franchise-Verbandes (ÖFV) in Salzburg hervor.
Beim Franchising stellt ein Unternehmen einem Partnerbetrieb die Nutzung eines Geschäftskonzeptes gegen Entgelt zur Verfügung. Die meisten Partner in Österreich finden sich bei der Allianz-Agentur, gefolgt von Raiffeisen Lagerhaus und VIVA. McDonald's ist der größte Franchise-Arbeitgeber in der Gastronomie, Palmers der älteste in Österreich. Die meisten Franchise-Geber sind in der Textil- und Modebranche zu finden, gefolgt von Gastronomie und dem Bereich Unterricht und Training.
Seit Mitte der 1980er Jahre hat sich die Zahl der Systeme verzehnfacht. 2006 gab es 390 Systeme, ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zu 2004.
In den vergangenen zwei Jahren ist auch die Zahl der Franchise-Nehmer um sechs Prozent auf knapp 6000 gestiegen. "Existenzgründer erhalten mittels Franchising eine Fülle von Know-how und Unterstützung, so werden Anfängerfehler und Unerfahrenheit minimiert", sagt James Sernett, Franchise Director Europe von McDonald's und Präsident des ÖFV.
Der Gesamtumsatz in diesem Sektor wird auf 4,5 Milliarden Euro geschätzt.
Die Schließungsquote hat laut ÖFV einen historischen Tiefstand erreicht: 2006 haben 2,9 Prozent aller Franchise-Nehmer ihr Geschäft beendet.
Der Verband wurde 1986 als Plattform für die heimische Franchise-Wirtschaft gegründet und zählt 120 Mitglieder. (oönachrichten)
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