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EU bietet Arbeitslosen Mikrokredite an
Arbeitslose Jugendliche und Langzeitarbeitslose, die eine neue Existenz aufbauen wollen, können auf finanzielle Unterstützung der Europäischen Union hoffen.Die EU will jungen Menschen mithilfe von Mikrokrediten bei der Existenzgründung helfen, teilte EU-Arbeits- und Sozialkommissar Vladimir Spidla am Freitag in Barcelona mit. Rund 100 Millionen Euro stünden dafür bereit, ergänzte er nach einem informellen Treffen der EU-Arbeits- und Sozialminister in der spanischen Mittelmeermetropole.Die Kredite sollen von der Europäischen Investitionsbank (EIB) an jugendliche Erwerbslose und Langzeitarbeitslose vergeben werden, die ein eigenes Geschäft aufmachen oder eine kleine Firma gründen wollen. Die Privatbanken verweigerten diesen Menschen oftmals die nötige Finanzierung. Die Initiative soll nun von der spanischen EU-Ratspräsidentschaft ausgearbeitet und in wenigen Wochen vorgestellt werden.
Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag bekannt gab, hat die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ein Rekordniveau erreicht. In den 16 Euro-Ländern lag die Quote im Dezember bei zehn Prozent, in der gesamten Europäischen Union bei 9,6 Prozent. In beiden Fällen bedeutet dies einen Anstieg im Vormonatsvergleich um 0,1 Prozentpunkte. quelle: focus.de
Business Angels Jahr 2010
Die von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle ausgerufene Initiative „Gründerland Deutschland“ sieht in der Aktion „Business Angels Jahr 2010“ einen wesentlichen Bestandteil der Gründerlandinitiative.Wörtlich heißt es in dem Aufruf des Bundeswirtschaftsministers:
„Daher werden wir das Umfeld für die Tätigkeiten der so genannten „Business
Angels“ – also erfahrenen Unternehmern, die Gründern mit Kapital
und Rat zur Seite stehen – verbessern, denn Business Angels zählen
zu den bedeutendsten externen Kapitalgebern innovativer Gründungen.
Hierfür werden wir die Initiative zum „Business Angel Jahr 2010“ unterstützen
und offensiv für den Business Angel-Gedanken werben. Auch die
Rahmenbedingungen für die Tätigkeit von Business Angels stehen auf
dem Prüfstand. Wir werden dieses Thema im Kontext der Verbesserungen
der Rahmenbedingungen für Wagniskapital insgesamt aufgreifen.“
Damit hat das Ministerium, das bereits vorher für das „Business Angels
Jahr 2010“ die Kooperation mit BAND zugesagt hatte, zu Recht einen direkten
Zusammenhang zwischen einer starken Gründerlandschaft und
einer funktionierenden privaten Eigenkapitalfinanzierung hergestellt.
Wenn der Minister die in der Tat „nach Meinung internationaler Experten
weltweit am besten ausgebaute öffentliche Förderung“ in Deutschland
hervorhebt, dann ist dies eben nur die eine Seite. Hinzukommen muss
eine Kultur der privaten Gründerfinanzierung durch Business Angels sowie
durch Venture Capital.
Unternehmerinnen denken früher an die nächste Generation
Frauen in den Führungsetagen sind weitsichtiger bei der Regelung der eigenen Nachfolge als Männer. Das ist das wesentliche Ergebnis der Studie „Unternehmensnachfolge durch Frauen“, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt hat.
Für die Studie hat das IW 297 selbstständige Frauen, die Mitglied im Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) sind, befragt. Signifikanter Unterschied zu männlichen Firmenlenkern: Frauen machen sich sehr viel früher Gedanken über eine Nachfolgeregelung. Im Schnitt beschäftigen Unternehmerinnen sich bereits ab einem Alter von rund 50 Jahren damit, wer einmal ihr Erbe antreten könnte. Mit 62 Jahren haben sie in der Regel die eigene Nachfolgeplanung abgeschlossen, bis zur Übergabe der Firmenverantwortung vergehen durchschnittlich vier weitere Jahre.
Der Grund für die frühzeitige Regelung der eigenen Nachfolge könnte darin liegen, dass viele Unternehmerinnen - insbesondere in Familienbetrieben - selbst den „Sprung ins kalte Wasser“ antreten mussten, als sie die Firmennachfolge antraten. Knapp die Hälfte der Befragten gab in der Studie an, den Betrieb unerwartet übernommen zu haben. Und 60 Prozent der Frauen, die nicht langfristig auf die Firmenübernahme vorbereitet wurden, hatten zuvor keine speziell auf die Unternehmertätigkeit zielende Ausbildung absolviert (bei frühzeitig informierten Nachfolgerinnen waren das nur 30 Prozent). Offenbar wollen diese Frauen ihren Nachfolgerinnen und Nachfolgern also den eigenen Kaltstart ersparen.