01.03.10 Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle und Wirtschaftsverbände in Berlin gaben den Startschuss für die Initiative "Gründerland Deutschland". Die Initiative wird vom Bundeswirtschaftsministerium geleitet und durch die Verbände DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag), ZDH (Zentralverband des deutschen Handwerks) und BFB (Bundesverband der Freien Berufe) unterstützt.
Für Brüderle stehen Gründungen für Wachstum und Beschäftigung sowie Kreativität und unternehmerische Freiheit. Mit der Initiative möchte er die Gründungskultur stärken und das Bewußtsein für unternehmerisches Denken und Handeln fördern.
Dr. Martin Wansleben, Geschäftsführer der DIHK, sieht die Gründungsberatung als eine der Kernaufgaben der Industrie- und Handelskammern in Deutschland und unterstreicht deren Bedeutung in der durchgängigen Beratung - von den ersten Plänen bis zur Gewerbeanmeldung.
Holger Schwannecke, Generalsekretär des ZDH, hebt die Bedeutung der Meisterausbildung im Handwerk hervor, fügt aber hinzu, dass eine umfassende Beratung unabdingbar sei.
Für Freiberufler sei die Selbstständigkeit eher Regel denn Ausnahme, erklärt der Präsident des BFB, Dr. Ulrich Oesingmann. Hier gäbe es schon seit Jahren eine hohe Gründungsdynamik, die durch entsprechende Rahmenbedingungen noch unterstützt werden könne.
Die Initiative möchte die Gründungskultur in Deutschland fördern und zielt dabei vor allem auf vier Teilbereiche:
Die "Gründungswoche Deutschland" soll erweiterte Informationen und Aktionen bieten und damit die Lust an der Gründung eines eigenen Betriebes und der Selbstständigkeit wecken. Außerdem soll durch gezielte Maßnahmen an Schulen und Hochschulen vermehrt die Selbstständigkeit als berufliche Option aufgezeigt werden. Besonders innovative Gründungen sollen durch verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten unterstützt werden und nicht zuletzt soll auch die Nachfolgeproblematik nicht unbetrachtet bleiben, sondern mit einem Informationsangebot und der Auszeichnung besonders gelungener Unternehmensnachfolgen gestützt werden.
Das Thema "Gründungen" sei ein zentraler Punkt der Mittelstandspolitik und trete hier neben die Mittelstandsfinanzierung, die auch weiterhin Aufmerksamkeit erhalten solle, so Brüderle. Die Schwerpunkte der Mittelstandspolitik seien in einem 9-Punkte-Plan zusammengefasst.
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