18.01.11
Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW).
auch im 16. Wettbewerbsjahr herrscht wieder großes Interesse an den Angeboten des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW). Der 1. Kontaktabend bot über 500 Wettbewerbsteilnehmern und Interessierten die Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre mit Experten des BPW-Netzwerkes Fragen zu den Themen Erstellung eines professionellen Businessplans und Unternehmensgründung zu diskutieren. Bei der Suche nach möglichen Kooperations- oder Finanzpartnern für die berufliche Selbstständigkeit halfen den angehenden Gründerinnen und Gründern ein Meeting-Point und die Teambörse. Die Veranstaltung fand auf Einladung der Berliner Volksbank in der Bambushalle des TOP TEGEL in Berlin statt.
Der Firmenkundenvorstand der Berliner Volksbank, Carsten Jung, erklärte:
"Das Jahr 2009 war bundesweit ein lebhaftes Gründungsjahr. Dieser Trend setzte sich im vergangenen Jahr auch im Wirtschaftsraum Berlin-Brandenburg mit einem Zuwachs von über 7 Prozent fort. Diese Entwicklung ist wichtig für unsere Region. Wir brauchen Existenzgründungen, brauchen die Dynamik, die neue Unternehmen in die Volkswirtschaft bringen. Von über 1.200 Geschäftsideen, die in unseren Gründercentern geprüft wurden, haben wir ein gutes Viertel finanzieren können. Unsere Experten schauen sehr genau hin, damit die Unternehmerinnen und Unternehmer nachhaltigen Erfolg haben. Nicht umsonst existieren von den über die Berliner Volksbank finanzierten Gründungen nach den kritischen drei Anfangsjahren noch 95 Prozent. Wer seine Geschäftsidee in einen aussagekräftigen Businessplan übersetzen kann, für den finden wir auch eine Finanzierung."
Abgabetermin der ersten Stufe naht
Der Abgabetermin der ersten Wettbewerbsstufe ist der 11. Januar 2011. Im Vordergrund der Businessplan-Bewertung stehen hier die Geschäftsidee und das Gründerteam. Wer ein kostenloses und professionelles Feedback zu seinem Businessplan erhalten und die Gewinnchance in der ersten Stufe des Wettbewerbs wahren möchte, muss seine Wettbewerbsunterlagen bis zu diesem Termin einreichen. Am Stichtag können die Businesspläne bis 24 Uhr im Berliner BPW-Wettbewerbsbüro in der Investitionsbank Berlin (IBB) bzw. im Brandenburger BPW-Koordinationsbüro in der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) in Potsdam abgegeben werden. Die Prämierung der besten Businesspläne der ersten Stufe findet am 17. Februar 2011 in Potsdam statt.
Hintergrund
Der BPW: Drei Stufen - drei Bewertungskategorien - eine Initiative Der Wettbewerb richtet sich an alle, die eine gute Idee haben und deren Umsetzung in Berlin oder Brandenburg planen. Der BPW gestaltet sich in drei Stufen von der Idee über Marktanalyse bis hin zur Finanzierung. Jede Stufe hat zum Ziel, die Geschäftsidee weiter zu entwickeln und an die Anforderungen für einen Erfolg versprechenden Businessplan anzupassen und zu optimieren. Die Beratungsangebote sind inhaltlich auf die Schwerpunkte der jeweiligen Stufe zugeschnitten. Der Einstieg kann in jeder Stufe erfolgen.
Die Bewertung der eingereichten Geschäftskonzepte erfolgt dabei in den zwei gleichwertigen Kategorien [BPWtechnology] für technologieorientierte Produkt- und Geschäftsideen und [BPWservice] für alle anderen Ideen. In der 1. und 2. Stufe werden die besten 10 Businesspläne und in der 3. Stufe die besten 6 Businesspläne mit insgesamt 63.000 EUR prämiert. Neu im Wettbewerb 2011 ist das Kapital Nachhaltigkeit, welches in der 3. Stufe zusätzlich mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 EUR ausgezeichnet wird.
In der dritten Kategorie [BPWstudy] können die Businesspläne, die im Rahmen einer Hochschulvorlesung erstellt werden, an gesonderten Abgabeterminen für das Wintersemester am 01.02.2011 und Sommersemester am 03.05.2011 gesammelt durch die Hochschulen eingereicht werden. Eine Prämierung erfolgt am Ende des Wettbewerbs.
Rückblick BPW 1996 bis 2010
Im Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg 2010 wurden von 1.904 Teilnehmerinnen und Teilnehmern insgesamt 885 Businesspläne entwickelt und eingereicht. Aus den Wettbewerben 1996 bis 2009 entstanden bis heute 1.313 noch bestehende Unternehmen mit 5.906 Arbeitsplätzen.
BPW Netzwerk
Der BPW wird organisiert von der Investitionsbank Berlin (IBB), der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sowie der UVB Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. Träger des Wettbewerbs sind die Hochschulen in Berlin und Brandenburg. Die Schirmherren des BPW sind Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen des Landes Berlin und Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg.
Der BPW dankt seinen Premiumpartnern, Partnern, Kooperationspartnern und Schirmherren, deren Unterstützung die Umsetzung des BPW erst möglich macht. Der BPW wird zum Großteil aus Mitteln von Premiumpartnern, Partnern und Eigenmitteln der Organisatoren finanziert. In Brandenburg ist für das Projekt zusätzlich eine Förderung des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vorgesehen.
Detaillierte Informationen zum Wettbewerb erhalten Sie unter: www.b-p-w.de
Gründerinitiative Deutschland
01.03.10 Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle und Wirtschaftsverbände in Berlin gaben den Startschuss für die Initiative "Gründerland Deutschland". Die Initiative wird vom Bundeswirtschaftsministerium geleitet und durch die Verbände DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag), ZDH (Zentralverband des deutschen Handwerks) und BFB (Bundesverband der Freien Berufe) unterstützt.
Für Brüderle stehen Gründungen für Wachstum und Beschäftigung sowie Kreativität und unternehmerische Freiheit. Mit der Initiative möchte er die Gründungskultur stärken und das Bewußtsein für unternehmerisches Denken und Handeln fördern.
Dr. Martin Wansleben, Geschäftsführer der DIHK, sieht die Gründungsberatung als eine der Kernaufgaben der Industrie- und Handelskammern in Deutschland und unterstreicht deren Bedeutung in der durchgängigen Beratung - von den ersten Plänen bis zur Gewerbeanmeldung.
Holger Schwannecke, Generalsekretär des ZDH, hebt die Bedeutung der Meisterausbildung im Handwerk hervor, fügt aber hinzu, dass eine umfassende Beratung unabdingbar sei.
Für Freiberufler sei die Selbstständigkeit eher Regel denn Ausnahme, erklärt der Präsident des BFB, Dr. Ulrich Oesingmann. Hier gäbe es schon seit Jahren eine hohe Gründungsdynamik, die durch entsprechende Rahmenbedingungen noch unterstützt werden könne.
Die Initiative möchte die Gründungskultur in Deutschland fördern und zielt dabei vor allem auf vier Teilbereiche:
Die "Gründungswoche Deutschland" soll erweiterte Informationen und Aktionen bieten und damit die Lust an der Gründung eines eigenen Betriebes und der Selbstständigkeit wecken. Außerdem soll durch gezielte Maßnahmen an Schulen und Hochschulen vermehrt die Selbstständigkeit als berufliche Option aufgezeigt werden. Besonders innovative Gründungen sollen durch verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten unterstützt werden und nicht zuletzt soll auch die Nachfolgeproblematik nicht unbetrachtet bleiben, sondern mit einem Informationsangebot und der Auszeichnung besonders gelungener Unternehmensnachfolgen gestützt werden.
Das Thema "Gründungen" sei ein zentraler Punkt der Mittelstandspolitik und trete hier neben die Mittelstandsfinanzierung, die auch weiterhin Aufmerksamkeit erhalten solle, so Brüderle. Die Schwerpunkte der Mittelstandspolitik seien in einem 9-Punkte-Plan zusammengefasst.
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