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Vorteile des Franchising liegen im Netzwerk-Charakter


 01/08

Der Erfolg des Franchising basiert auf dem Prinzip des „Franchising“:

Franchise-Systeme sind Unternehmens-Netzwerke und als solche kombinieren

sie die Vorteile eines Großunternehmens mit den Vorzügen eines

lokalen, örtlich ansässigen Unternehmers. Auf der einen Seite

bietet der Franchise-Geber ein umfangreiches Service-Paket mit einem Markennamen, überregionalen Marketing- und PR-Aktionen, Einkaufsvorteilen und

befreit seine Franchise-Partner auf der anderen Seite von den zahlreichen

und zeitraubenden Verwaltungsaufgaben. Der Franchise-Nehmer bringt das

Engagement, die Kreativität und das Kapital eines klein- und/oder

mittelständischen Unternehmers ein. Gleichzeitig kann er sich auf

seine Kunden konzentrieren und somit auch schnell und flexibel auf regionale

und individuelle Marktsituationen reagieren. Franchising ist eine „partnership

for profit“, eine Partnerschaft selbstständiger Unternehmer,

die gemeinsam für den wirtschaftlichen Erfolg arbeiten. Aufgrund

des partnerschaftlichen Charakters sind Franchise-Systemen sehr viel resistenter

als allein stehende Unternehmen und können auch trotz der momentanen

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabil bleiben und sogar expandieren.


Franchising weiter auf Wachstumskurs


Die Deutsche Bank Research stellte im November in Berlin die neue Studie "Franchising in Deutschland wird erwachsen" vor. Darin wird der Franchise-Wirtschaft auch in den kommenden Jahren ein überdurchschnittliches Wachstum prognostiziert.


Rückblickend konnte die Franchise-Wirtschaft, basierend auf Vertriebskooperationen selbstständiger Unternehmer, bereits in den vergangenen zehn Jahren den Umsatz von 13 Milliarden Euro im Jahr 1996 auf 38 Milliarden Euro in 2006 nahezu verdreifachen. Laut Studie wird für das Jahr 2015 bei konservativer Berechnung ein weiterer Anstieg auf 70 Milliarden Euro vorausgesagt. Als Wachstumstreiber gelten neue Geschäftsfelder im Gesundheitswesen, im Bildungsbereich und im Umwelt- und Energiesektor. "Franchise ist ein überaus innovatives Geschäftsfeld", so Professor Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank,"und wir sind sicher, dass hier kommende Marken entstehen werden, die heute noch niemand kennt."


Die Franchise-Klassiker Gastronomie und der immer stärker nachgefragte Dienstleistungssektor gelten weiter als Wachstumsbranchen. Eine leichte Abschwächung wird dem Handel attestiert, der Grund hierfür ist die schwache Einzelhandelskonjunktur der vergangenen Jahre insgesamt. Trotz gesetzlicher Restriktionen ist das Handwerk in der deutschen Franchise-Wirtschaft nahezu stabil mit sieben Prozent vertreten.


Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Franchisings wird in der Studie durch einen eindrucksvollen Vergleich belegt. Die Franchise-Wirtschaft konnte bereits zwischen 1996 und 2006 den nominalen Umsatz um fast elf Prozent pro Jahr erhöhen, dagegen legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur um zwei Prozent pro Jahr zu. Mittelfristiges Wachstumspotenzial sieht Hans-Joachim Frank, Leiter der Deutschen Bank Research für die deutsche Franchise-Wirtschaft im Gesundheitswesen. Neben den Optikern, die seit Jahrzehnten mit Franchise-Partnern den Markt erfolgreich durchdringen, wird medizinischen Versorgungszentren, Franchise-Arztpraxen und dem Apothekenmarkt eine positive Entwicklung vorausgesagt.


Andreas Arndt vom ExecutiveTeam der Deutschen Bank, erkennt aufgrund der Studienergebnisse aber nicht allein im Inland ein deutliches Wachstumspotential für Franchise-Unternehmen. Arndt wies auf die erfolgreiche Eroberung ausländischer Märkte mit Franchise-Partnern hin. Denn viele Unternehmen, die in Deutschland bereits etabliert sind, könnten mit sogenannten Master-Franchise-Partnern ins Ausland expandieren. Das Expansionsmodell Franchising birgt den Vorteil, dass ein nationaler Marktkenner die Marke des deutschen Franchise-Gebers übernimmt und im ausländischen Zielmarkt einführt.


Das größte Wachstumshemmnis der Franchise-Wirtschaft sehen Deutsche Bank, Bundeswirtschaftsministerium und der Deutsche Franchise-Verband in der Finanzierung. Regionale und umständliche Vergabeprozesse verzögern die Kreditvergaben. Die Deutsche Bank als Bank des Mittelstandes hat, gemeinsam mit dem Deutschen Franchise-Verband, ein spezielles Angebotspaket entwickelt. Damit soll dieses Hemmnis für Franchise-Gründer abgebaut werden.


Die Studie: "Franchising in Deutschland wird erwachsen" gibt es kostenlos auf www.dbresearch.com oder kann beim Deutschen Franchise-Verband: taube@franchiseverband.com kostenlos angefordert werden.

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